Über mich


Zu meiner Person:

Mumenthaler Max

Pseudonym: Mumi

Geb. Oktober 1949

Arbeitgeber: Selbständiger Hundeausbildner seit 2006

Vormals Polizeibeamter Kapo Solothurn

Leidenschaftlicher Hundeführer seit 1976

Lieblingsdisziplin: Sanitätshundeausbildung

Aktiver Polizeihundeführer von 1979 bis 2006

Drogenhundeführer von 1982 bis 2006

Leistungsrichter für Spührhunde (Drogen/Sprengstoff) von 2008 bis 2013


Die Betrachtungsweise der Hundeausbildung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Für mich ist Hundeausbildung eine Art Lebensschulung.

Solange ich zurückdenken kann bin ich von den Hunden

fasziniert und somit auch ein entsprechender Hundefan.

Schon während meiner Schulzeit zog es mich immer wieder zu

den Hunden, sei es bei den Nachbarn oder bei meinen

Großeltern. Als jugendlicher musste ich mich mit einer Katze

begnügen. Später hielten meine Eltern dann einen Dackel,

welchem ich, nur so zum Spaß, allerlei Kunststücke beibrachte.

Schon damals war für mich klar, dass ich dereinst einen eigenen

Hund halten würde.

Im Jahre 1970 kam ich dann als Grenzwächter zum Zoll. Einer

meiner Arbeitskollegen hatte einen Deutschen Drahthaar

Vorstehhund, namens „Sultan“. Oftmals begleitete dieser mich

auf den ausgedehnten Fusspatrouillen im Waadtländer Jura und

verkürzte mir damit die einsamen Patrouillengänge. „Sultan“

imponierte mir mit seiner Lauffreudigkeit, seinem Temperament

und Spielfreude.










Als ich im Jahre 1975/76 die Polizeischule bei der Kapo Solothurn

absolvierte und anschließend eine eigene Familie gründete, hielt

mich nichts mehr zurück. Ich schaffte mir einen Hund an. „ALEX

vom Großen Moos“, ein Deutscher Kurzhaar Vorstehhund,

schokoladenbraun und ein Schlitzohr mit welchem ich all meine

negativen und positiven Grunderfahrungen machte. Schutzdienst

mit einem Vorstehhund … da lachten meine Arbeitskollegen nur.

Für mich Ansporn genug, mich ins Zeug zu legen. Im Jahre 1978

war es dann soweit. Meine Polizeikollegen mussten mir wohl oder

übel zugestehen, dass mein „Alex“ mehr konnte als nur Brot

essen. Wir arbeiteten in der Sporthundeklasse SchH III und

erfüllten somit die Leistungsanforderungen eines angehenden

Polizeihundes. Schon kurze Zeit später arbeiteten wir auch in der

Sanitätshundeklasse und nahmen sogar zwei Mal an der SKG Schweizermeisterschaft teil.

Alex v. Grossenmoos 5. Mai 1975 - 10. Feb. 1985

Im Jahre 1982 wurde von der Kapo Solothurn jemand gesucht,

der bereit wäre einen Drogenhund auszubilden. Damals galt der

Labrador Retriever als uneingeschränkter Spezialist für die

Drogensuche. Ich stellte mich zur Verfügung und erstand mir die

Labradorhündin „ADORA vom Sapünertal“. Mit ca. 2 Jahren

war dann meine „Adora“ einsatzfähig. Da mir das

Drogenhundetraining zu einseitig erschien, bildete ich „Adora“

zusätzlich zur Sanitätshündin aus. Dies obwohl damals die

Meinung vorherrschte, dass ein Drogenhund ausschließlich zur

Drogensuche eingesetzt werden soll. Schon bald absolvierten wir

die ersten Saniprüfungen. Im Jahre 1986 wurden wir dann

Rassensieger und zwei Monate später gar SKG-Schweizermeister

in der Sanitätshundeklasse.

Adora v. Sapünertal 17. Mai 1982 - 31. Mai 1998

Da „Adora“ mit acht Jahren einen Kreuzbandriss erlitt, war ich

gezwungen zur Drogensuche einen neuen Hund anzuschaffen,

derweil sie noch bis zum 16 Altersjahr ihren Ruhestand bei mir

genießen durfte.

Ich wollte keinen kurzhaarigen Hund mehr und ein Langhaariger

Hund sollte es auch nicht sein. Ich kannte den

Kurzhaarweimaraner und ich kannte den Langhaarweimaraner.

Ich war mir sicher, dass es den Weimaraner auch im Drahthaar

gab. Nach langer Suche (2 Jahre) stellte ich fest, dass ich falsch

gesucht hatte. Der mir vorschwebende Hund hiess nicht

Drahthaar Weimaraner, sondern „Slowakischer Drahhthaar

Vorstehhund“ bzw. „Slovensky Hrubosrsty Stavac“. Diese Rasse

sollte grundsätzlich als Drahthaar Weimaraner aufgeführt

werden, was jedoch vom Weimaranerclub abgelehnt wurde. Es

vergingen dann noch 2 Jahre, bis ich endlich einen Züchter in der

Slowakei fand, der diese Rasse züchtete. Also reiste ich im Jahre

1990 nach Bratislava um mir meinen Hund nach hause zu holen.

„CVIK v. Hajasov Dvor“ zeigte sich von der besten Seite und

wurde allen Anforderungen eines guten Drogenhundes gerecht.

Schließlich erhielt ich vom Polizeikommando Solothurn die

Gelegenheit mit Cvik an einer Internationalen

Drogenhundeprüfung in Budapest teilzunehmen. Dort traf ich

dann hauptsächlich auf Hundeführer aus Ostblockstaaten, welche

vorwiegend mit ihren Schutzhunden nach Drogen suchten. Eine

Erfahrung die mir bestätigte, dass dem Hund die zusätzliche

Sanitätshundeausbildung keine Nachteile bringt. Leider wurde

„Cvik“ Ende 1997 von einem Auto angefahren und derart schwer

verletzt, dass ich ihn von seinem Leiden erlösen musste.

Cvik v. Hajasov Dvor 22. Dez. 1989 - 8. Dez. 1997

Schon ein Jahr vor dem Ableben von „Cvik“ (1996) erstand ich

die Deutsche Schäferhündin „CARA von der Burg Hirschberg“.

Grundsätzlich wollte ich diese Hündin zum Schutzhund

ausbilden. Nachdem jedoch „Cvik“ schon in jungen Jahren das

Leben lassen musste, war für mich klar, dass „Cara“ ebenfalls zur

Drogenhündin ausgebildet wird. Mittlerweile hatte ich genügend

Erfahrung, um „Cara“ in kürzester Zeit die Drogensuche

beizubringen. Auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen in der

Drogensuche ermöglichte mir das Polizeikommando abermals die

Teilnahme an einem Internationalen Drogenhundewettkampf. So

wurden wir im Jahre 1999 in Bychory (Tschechei) Vize-

Europameister. Dass „Cara“ auch freudvoll als Schutz- und

Sanitätshund beste Arbeit verrichtete sei hier nur am Rande

erwähnt.

Cara v. d. Burg Hirschberg 30. Aug. 1998 - 14. Juni 2005

Schon kurze Zeit nach der Grundausbildung von „Cara“ war mir

klar, dass ich aus dieser Blutlinie nochmals einen Hund wollte. Die

Möglichkeit dazu war gegeben, da mit der Schwester von „Cara“

gezüchtet wurde. Die Züchterin, Malzach Feli, machte mich in der

Folge darauf aufmerksam, dass sie noch einen letzten Wurf mit

ihrer „Cobra“ machen werde. Grund genug für mich, mir einen

Welpen aus dieser Zucht (Gempenblick) zu sichern.

Im Herbst 2004 holte ich mir dann meine zweite Deutsche

Schäferhündin ins Haus. „ENYA vom Gempenblick“ zeigte sich als

sehr arbeitsfreudig und temperamentvoll. Gerade ihr

Temperament zwian mich immer wieder, an mir selbst zu

arbeiten. Diese Hündin schenkte mir fast alles, ich musste es nur

nutzen. Leichter gesagt als getan. „Enya“ war eine

Herausforderung für mich, meine Denkensweise und meine

gesammelten Erfahrungen rund um den Hund. Ihr Arbeitswille

liess mir kaum Zeit zum durchatmen. Hinzu kam die

Erfahrung, dass solche Hunde zur Selbstgefährdung neigen und

dadurch sehr verletzungsanfällig sind. Als Gegenmittel hilft da

nur die Besonnenheit und Ruhe des Hundeführers. Große

Worte....leicht gesagt. Ich arbeitete immer wieder von neuem daran.

Enya v. Gempenblick 3. Juli 2004

Selbstverständlich beschränkt sich das Hundewesen nicht

lediglich auf meine eigenen vierbeinigen Freunde. Ich absolvierte

stetig Weiterbildungskurse im In- und Ausland, vertiefte mein

kynologisches Wissen, las und lese noch immer jede Menge

Fachbücher. Dabei staune ich immer wieder über das riesige

Spektrum der Kynologie, welches auch vor der

Persönlichkeitsreife, der Eigenverantwortung und dem

Seelenleben des Menschen keinen Halt macht. Ganzheitlich

betrachtet ist die Kynologie eine sehr komplexe Materie, welche

nicht bloß nach Prüfungsordnung abgehandelt werden kann.

Nach verschiedenen Übungsleitertätigkeiten in kynologischen

Vereinen und Organisationen habe ich mir im Mai 2006 den

Wunsch einer eigenen Ausbildungsstätte für Hunde erfüllt. Im Vordergrund

dieser Art von Hundeausbildung steht allerdings nicht der

finanzielle Aspekt, sondern die Freude an der Zusammenarbeit

mit den Hunden und an der Problematik der Hundeausbildung.

Im August 2008 beendete ich dann mein Wirken als

Polizeihundeführer da die filigrane Arbeit mit den Vierbeinern im

Diensthundebereich irgendwie ab Handen kam.

Dennoch konnte ich es nicht lassen, weiterhin in irgend einer Form dem

Diensthundewesen zu dienen. All meine Erfahrungen die ich im Laufe meiner

Diensthundführertätigkeit gesammelt habe sollten nicht untergehen. So

beschloss ich bereits im April 2006 mich bei der Armee zum Wettkampfrichter für Drogen und

Sprengstoffhunde auszubilden. Die Ausbildung erfolgte im Kompetenzzentrum

Veterinärwesen der Armee im Sand (Schönbühl). Gleichzeitig trainierte  ich

weiterhin in der Sparte Drogenspürhunde, zusammen mit weiteren Kollegen

im Sand.  Nun gut, irgendwann beschloss ich,nach meiner Pensionierung mit der Richterei aufzuhören.

Jaro von der Linde 19. Juni 2013

Enya begann zusehends mit ihren Leistungen abzubauen. Das hiess für mich, ihr noch einen

angenehmen Lebensabend zu schenken und sie aus dem Hundesport

zurückzuziehen. Das war ich ihr schuldig.


Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen keinen grossen Hund mehr

anzuschaffen. So entschied ich mich für einen Mittelschnauzer. Beim

Züchterehepaar Barbara und Ewald Matt fand ich dann “Jaro von der Linde”.

Nun war ich gespannt, was da auf mich zukommen würde.


Kleiner Zwischenbericht nach 6 Jahren

Zwischenzeitlich haben wir ein Teilziel erreicht!

Die Klassen BH 1 - 3 sowie die Klassen SanH 1 - 3 sind absolviert. Nun gilt es noch einige Feineinstellungen bzw. Verbesserungen vorzunehmen.

(Jaro sagt: Mmmmh der ist aber auch nie zufrieden)

Gleichzeitig beginnen wir mit dem Training der intensiven Fährtenarbeit. Heute ist Jaro zu einem zuverlässigen Fährtenhund gereift


Nach wie vor stelle ich meine kynologischen Erfahrungen verschiedenen

Hundeorganisationen zur Verfügung. Dabei scheue ich mich

nicht, auch unbequeme Themen deutlich anzusprechen und die

Kreatur „Hund“ in Schutz zu nehmen wo es mir nötig erscheint…

…ohne jedoch jemandem etwas aufzwingen zu wollen.



Max Mumenthaler